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„Jedes Mal, wenn sie mich sieht, fängt ihr Gesicht an zu strahlen“

Freiwillige berichten: Stefanie über ihr Engagement

Stefanie hatte seit einigen Jahren das Gefühl, dass ihr etwas im Leben fehlt. Über eine Empfehlung kam sie zu einer Beratung bei TATENDRANG. Mitten im Corona-Lockdown begann sie ein Engagement im Seniorenheim. Woher ihr Wunsch nach diesem Engagement kommt, was es ihr gibt und welche Wirkung sie erzielt berichtet sie in diesem sehr anschaulichen und berührenden Erfahrungsbericht:

„Seit Februar/März 2021 bin ich ehrenamtlich in einem Senioren-Pflegeheim tätig. Aber wie kam ich dazu? An sich hat sich schon vor ein paar Jahren der Wunsch in mir geregt, wieder eine Art ,Großmutter‘ zu haben. Meine eigenen Großmütter habe ich schon vor langer Zeit verloren, und ich hatte seither immer das Gefühl, es würde irgendetwas in meinem Leben fehlen. Mein Kollege, der sich bereits seit einiger Zeit um einen Flüchtling kümmert, machte mich daher Ende letzten Jahres auf die Freiwilligen-Agentur TATENDRANG aufmerksam. Also schrieb ich dort hin und kam so zu einem ersten Gespräch mit einer Engagement-Beraterin. In diesem Gespräch ging es darum herauszufinden, in welcher Richtung ich mich engagieren will, da es die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten gibt. Da für mich aber von Anfang klar war, dass für mich nur der Bereich „Senior:innen“ in Frage kommt, konnte mir die Mitarbeiterin von TATENDRANG sehr schnell die verschiedensten Institutionen und Heime heraussuchen, bei denen ich meine Hilfe anbieten konnte.

Auf Grund der aktuellen Situation mit Corona war es zwar nicht ohne weiteres möglich, ein Heim zu finden, welches sich bereit erklärt hat, mich als neue ehrenamtliche Helferin aufzunehmen, aber am Ende hat es doch geklappt. Und ich muss wirklich sagen, dass mir die Besuche bei der alten Dame wirklich Freude bereiten. Seither bin ich 1x pro Woche für etwa 2 Stunden dort und gehe mit ihr spazieren, unterhalte mich mit ihr und seit Neuestem ist es sogar wieder erlaubt, zusammen einen Kaffee zu trinken. Nachdem die Tochter der Seniorin nicht in Deutschland lebt und sie auch sonst keinen Besuch mehr bekommt, ist sie so unglaublich dankbar für meine Stippvisiten. Jedes Mal, wenn sie mich sieht, fängt ihr Gesicht an zu strahlen und auch die Leiterin des Heims teilte mir bereits mit, dass die Seniorin seither viel umgänglicher, fröhlicher und dankbarer geworden ist.

Für mich war es die richtige Entscheidung, denn durch ein bisschen eigene Zeit, die ich investiere, gebe ich einer alten Dame etwas Lebensfreude zurück und allein das ist das Ganze doch schon wert.“