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Aktive Senior:innen bei der Seniorenbörse unterstützen

Jennifer – 36 Jahre

Jennifer Dombrowski Mein Ehrenamt bei der Seniorenbörse

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Mit dem Umzug kam der Wunsch, sich ehrenamtlich zu engagieren. Jennifer unterstützt seit September 2021 die Seniorenbörse. Sie genießt den Kontakt zu  den ältern Menschen – am Telefon und im persönlichen Gespräch.

Jennifer bei der Seniorenbörse
Jennifer bei der Seniorenbörse Foto: Seniorenbörse
Was hat Dich dazu motiviert, freiwillig aktiv zu werden?

Ich wollte mich schon sehr lange engagieren, hatte aber keine konkrete Idee. 2021 bin ich nach München gezogen mit dem Wunsch einer beruflichen Neuausrichtung. Für mich war das der richtige Zeitpunkt, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Im August 2021 hatte ich dann eine Telefonberatung bei TATENDRANG.

Wo engagierst Du Dich und was machst Du dort genau?

Ich habe mir zwei Projekte angeschaut: ein Patenprojekt und die Seniorenbörse. Am liebsten hätte ich beides gemacht, aber ich habe mich dann für Letzteres entschieden. Die Seniorenbörse ist ein Ort, wo ältere Menschen zusammenkommen, um an Sprachkursen und Kulturveranstaltungen teilzunehmen, gemeinsam zu wandern und Gemeinschaft zu erleben. Die Besucher:innen sind ab Mitte 60, wir haben jedoch auch eine sehr fitte Seniorin, die bereits Ende 90 ist.

Jedes Mal, wenn ich von meinem Engagement nach Hause gehe, denke ich: das war ein guter Tag.

Aktuell sind wir sieben Ehrenamtliche. Jede hat ihren festen Tag, an dem sie da ist. Ich bin aktuell Springerin, übernehme also Dienste an verschiedenen Tagen. Dann bin ich für alles zuständig: Ich schließe auf, richte Tische, Stühle etc. corona-konform her, sitze am Telefon und nehme Anmeldungen oder Absagen zu Veranstaltungen entgegen und pflege die Daten in den Computer ein. Es kommen auch immer wieder spontan Besucher:innen bei uns am Isartor vorbei, um sich zu informieren. Eine Schicht dauert ca. fünf Stunden. Alle zwei Wochen trifft sich unser Team, um Neuigkeiten auszutauschen und Fragen zu besprechen.

Welchen Gewinn siehst Du für Dich selbst?

Ich erfahre viel über andere Menschen. Und ich bekomme viel Wertschätzung, gerade am Telefon. Wir haben zum Beispiel eine Warteliste für Veranstaltungen, wenn ich dann anrufe und den Senior:innen noch einen Platz anbieten kann, dann freuen sie sich sehr. Es ist für mich toll, in Kontakt mit älteren Menschen zu sein. Außer meine Großeltern, die ganz woanders leben, kenne ich keine älteren Menschen. Auch die anderen Ehrenamtlichen sind alle deutlich älter als ich. Aber ich sehe, wie fit und offen sie sind, wie sie sich für andere engagieren. Jedes Mal, wenn ich von der Seniorenbörse über den Viktualienmarkt zur U-Bahn-Station laufe, denke ich mir, gut, dass ich heute da war, das war ein guter Tag.

Welche Tipps hast Du für andere Menschen, die sich auch engagieren möchten?

Geht auf jeden Fall zu TATENDRANG. Mich hat die Beratung sehr motiviert, etwas Neues zu wagen. Auch wenn man nicht zu 100 Prozent weiß, ob es das Richtige ist. Im Gespräch habe ich nicht nur viele Infos bekommen. Wir haben auch über meine Neigungen, Interessen und Talente gesprochen. Das hat mich positiv bestärkt. Ein Herzensprojekt ist ja auch eine Entwicklung, man lernt es kennen, die Menschen, die dahinterstecken. Es wächst einem ans Herz. Ein zweites Projekt kann später kommen.

Unsere Autorin Renate Volk
Autor:in: Renate Volk
Gespräch vom: 27.01.2022

Hier ist Jennifer ehrenamtlich engagiert

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Musikabend bei der Seniorenbörse - Foto: Kirsten Salzer-Wilkie
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