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Als Mentorin der KinderHelden ein Kind gezielt stärken

Annika – 30 Jahre

Annika engagiert sich bei den KinderHelden

Podcast

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Annika wollte sich schon immer engagieren – am liebsten in der Arbeit mit Kindern. KinderHelden ermöglicht ihr, ein Grundschulkind über längere Zeit intensiv zu fördern – und mit ihm Spaß zu haben.

Junge Frau lernt mit einem Jungen in einem Klassenzimmer
Foto: KinderHelden
Was hat Dich dazu motiviert, freiwillig aktiv zu werden?

Soziales Engagement gibt mir sehr viel – das habe ich nach der Schule im Rahmen meines Bundesfreiwilligendienstes bereits erkannt. In meinem eher technischen Beruf kann ich meine „soziale Ader“ weniger einbringen, so habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mich in meiner Freizeit zu engagieren.

Über TATENDRANG kam ich zu KinderHelden – und das Konzept hat mich gleich angesprochen: Mentoring eines Grundschulkindes in einem zeitlich sehr gut planbaren Rahmen.

Wo engagierst Du Dich und was machst Du dort genau?

Ich bin Mentorin bei KinderHelden und treffe mich mit einem 7-jährigen Jungen an einem Nachmittag pro Woche. Wir haben richtig viel Spaß zusammen, machen kleine Radtouren, gehen in die Bücherei, in den Zirkus oder ins Theater und lernen gemeinsam. Momentan haben wir unseren Lernfokus auf der Leseförderung und lesen daher im Rahmen des Lesetrainings jedes Mal gemeinsam mit der Lautlese-Methode. Aber auch Spiele zum Deutsch lernen und Basteln (großes Highlight: Papierflieger) sind ein regelmäßiger Bestandteil unserer Treffen. Ich glaube, wir profitieren beide von dem Tandem. Er hat durch die Zeit mit mir viel besser Deutsch gelernt (wir sprechen nur deutsch miteinander) und liest auch viel besser. Und ich habe einfach nur Freude an den Treffen.

Ob wir zusammenpassen hat KinderHelden durch Gespräche im Vorfeld herausgefunden. Und es war ein Volltreffer! Wir haben uns gleich beim ersten Treffen gut verstanden, auch wenn wir beide ziemlich aufgeregt waren. Wir wohnen nicht nur nahe zusammen, auch die Schule, die mit KinderHelden kooperiert, ist nicht weit. KinderHelden hat mich auch sehr gut auf das Tandem vorbereitet und unterstützt weiterhin aktiv: mit Kursen, einer Online-Plattform und sogar einem Stammtisch mit anderen Münchner Mentor:innen, auf dem man auch Tipps bekommt, was man mit dem Kind unternehmen oder wie man mit Problemen umgehen kann.

Welchen Gewinn siehst Du für Dich selbst?

Für mich ist jedes Treffen ein Gewinn: ich sehe richtig, wie mein Schützling sich entwickelt. Wie er von Mal zu Mal lebendiger und offener wird. Ich freue mich auf die Treffen und bereite sie mit viel Kreativität vor.

Annikas Mentee
Die zwei Stunden pro Woche verfliegen dann wie im Nu. Sie sind mein Geschenk an meinen Mentee und es freut mich zu sehen, wie er Selbstbewusstsein aufbaut und neue Stärken und Interessen entdeckt. Es war auch wunderschön, die Familie bei einem gemeinsamen Abendessen besser kennenzulernen, Zeit im größeren Kreis zu verbringen und Wertschätzung von ihnen zu erfahren.

Welches Erlebnis, welche Erfahrung war für Dich besonders überraschend oder berührend?

Annikas Mentee beim digitalen MalenEs sind die kleinen Dinge, die zählen: wenn er nach ein paar Wochen nach der Schule auf mich zu rennt und mich umarmt – da geht mir das Herz auf!

Es hat etwas gedauert, bis er so viel Vertrauen zu mir gefasst hat. Wir basteln auch viel und die Papierflieger sind schon richtige Kunstwerke. Ich bin selbst gerne in der Natur und es macht mir viel Spaß, diese Begeisterung weiterzugeben und die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Diese Ausflüge sind für uns kleine Highlights – mit Picknick, Lektüre, Ballspielen und vielleicht sogar einem Wettrennen. Bei einer dieser Touren hat er mir beigebracht, einen Basketball auf einem Finger zu balancieren. Diesen Finger-Spin beherrscht er richtig gut und meine misslungenen Versuche haben ihn total zum Lachen gebracht.

Welche Tipps hast Du für andere Menschen, die sich auch engagieren möchten?

Einfach ausprobieren! Mein Ansatz war ziemlich strukturiert, ich habe vorher viel überlegt und recherchiert, aber das wäre gar nicht nötig gewesen. Letztlich ist das Bauchgefühl entscheidend. Man merkt sehr schnell in den persönlichen Gesprächen, ob es passt.

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Ehrenamtliche Reporterin Richardis
Autor:in: Richardis Zieglmeier
Gespräch vom: 14.11.2023

Hier ist Annika ehrenamtlich engagiert

KinderHelden
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Foto: KinderHelden/istock
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