Ehrenamt macht glücklich! Und was, wenn es doch mal hakt?

Ehrenamt macht glücklich

Viele von uns haben es schon selbst erfahren: Freiwilliges Engagement macht glücklich! Das Resümee zieht auch die Glücksforschung. Die 2015 erschienenen OECD-Studie „How’s Life – Measuring Well-being.“ stellt fest, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, immer im Vergleich zu anderen, die das nicht machen, deutlich positivere Gefühle haben und mit ihrem Leben zufriedener sind. Woran liegt das? Und was können wir tun, wenn es beim ehrenamtlichen Engagement doch mal hakt?

In der Glücksforschung wird das Gefühl Glück als subjektives Wohlempfinden definiert. Das ist ganz entscheidend davon anhängig, wie wir unser Leben vor dem Hintergrund unserer Ziele, Wünsche und Erwartungen bewerten. Dabei sollten wir uns Ziele setzen, die auf persönliches Wachstum, zwischenmenschliche Beziehungen und Beiträge zur Gesellschaft gerichtet sind. Ehrenamt schafft unter anderem Möglichkeiten, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, eigene Projekte zu verwirklichen, Wissen und Fähigkeiten einzubringen und zu vermitteln, Netzwerke aufzubauen und Neues zu lernen. Das freiwillige Engagement ist verbunden mit sozialen Interaktionen, bietet soziale Unterstützung. Wir können uns weiterentwickeln und erfahren Wertschätzung für unsere Arbeit. 

Damit das Ehrenamt zum Wohlempfinden beiträgt, sollten schon vorab folgende Punkte beachtet werden: Das Ehrenamt muss zur Lebenssituation und den jeweiligen Kenntnissen und Erwartungen passen. Sonst kann es auch mal in Frust oder Überforderung enden. Tatendrang nimmt sich viel Zeit für die Beratung. Der Fokus liegt auf dem, was Engagierte gerne machen, was ihnen Freude bereitet oder was sie schon immer mal ausprobieren wollten. Denn nur dann ist gewährleistet, dass die Freiwilligen auch Befriedigung in ihrem Engagement erfahren und dadurch auch längerfristig dabeibleiben. Eine Engagementberatung ist ein bisschen, wie eine Lebensberatung.

Helfen macht glücklich

Und wenn man ein Ehrenamt gefunden hat und es mal nicht so rund läuft? Erstmal sollten wir uns klar machen, dass es immer unterschiedliche Phasen gibt – wie in einer Beziehung. Anfangs frisch verliebt voller Entdeckungsdrang können wir mit der Zeit auch in einem Tief landen. Die erste Euphorie flacht ab – das ist ganz normal. Wenn dauerhaft Unzufriedenheit in der ehrenamtlichen Tätigkeit herrscht, haben wir folgende Tipps: Sprechen Sie mit ihrer Ansprechperson in der Organisation. Was brauchen Sie für Ihre freiwillige Tätigkeit? Vielleicht mehr zeitliche Flexibilität? Eine Schulung bzw. bessere Einweisung in Ihre Tätigkeit? Mehr Austausch? Machen Sie sich klar, dass Sie diese Tätigkeit freiwillig machen und die Rahmenbedingungen für Sie passen müssen. Oft freuen sich Organisationen über Feedback und Anregungen ihrer Freiwilligen – meist lassen sich kleine Veränderungen schnell umsetzen. Natürlich können Sie sich auch an uns wenden: Oft reicht ein Telefonat schon aus. Wir stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite, damit das Ehrenamt wieder das ist, was es sein soll: Eine Bereicherung für alle!