Digitales Engagement – „Online“ anpacken

Digitales Engagement

Wenn wir an das Thema Ehrenamt denken, kommen oft Bilder in den Kopf, wie jemand im Seniorenheim hilft oder bei Ausflügen mit einer Gruppe körperbehinderten Personen unterstützt. Also richtig „anpackt“, da ist, zuhört, hilft. Aber gerade digitales Engagement gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit. Insbesondere durch Corona und den Kontaktbeschränkungen hat sich die Digitalisierung des Engagementsektors in den letzten Monaten beschleunigt. Höchste Zeit einmal einen Blick darauf zu werfen!

Was ist das?

Digitales Engagement, oft auch Online-Volunteering genannt, bezeichnet Engagementformen, bei denen das freiwillige Engagement im Digitalen stattfindet, also über Computer, Tablet, Smartphone oder ganz allgemein im Internet. Hannes Jähnert vom DRK definiert digitales Engagement zum Beispiel so:

Online-Volunteering ist freiwilliges, unentgeltliches Engagement mit anderen, das öffentlich ausgeübt wird, sich am Gemeinwohl orientiert und bei dem die jeweilige Tätigkeit vollständig oder teilweise über das Internet vom heimischen Rechner, von der Arbeit oder von unterwegs aus verrichtet wird.“

Was kann ich tun?
Die Aufgaben können ganz unterschiedlich aussehen. So können sich Menschen zum Beispiel durch

  • das Beteiligen bei Open Data-Projekten (wie zum Beispiel der Wissensplattform Wikipedia oder sozialen Projekten wie wheelmap.org),
  • das Starten und Unterstützen von Online-Kampagnen und Petitionen,
  • das Bereitstellen von Lerninhalten für Schüler:innen im Internet oder
  • das Übernehmen von „Online-Aufgaben“ für gemeinnützige , wie zum Beispiel Online-Fundraising oder Betreuen von Social-Media-Kanälen,

digital engagieren. Kreative können sich zum Beispiel auch auf der Plattform youvo.org einbringen. Auf dieser Plattform können sich Personen aus dem Design-, Kommunikations- und Digitalbereich mit ihren Fähigkeiten für soziale Projekte einsetzen.

Worauf sollte ich achten?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Engagement kann einfach von zuhause erfolgen, die Anfahrt entfällt und für Personen mit körperlichen Einschränkungen gibt es keine Hindernisse zu bewältigen. Online-Volunteering ermöglicht auch eine längere Bindung zur Einrichtung: Auch bei Umzug oder anderen Lebensumständen können Sie sich weiterhin bei Ihrer Organisation engagieren. Analoges und digitales Engagement ergibt auch ein größeres Engagementangebot – und damit eine größere Auswahlmöglichkeit für die Freiwilligen.

Digitale Lernunterstützung

Aber natürlich gibt es auch einiges zu beachten: Wie ist meine Situation zuhause? Kann ich dort in Ruhe arbeiten, habe ich genug Platz, wie ist meine technische Ausstattung? All das sind Faktoren, die wesentlich zum Gelingen des digitalen Engagements beitragen. Eine schlechte Ausstattung oder Raumnot kann auch schnell zu Frust führen. Wie auch im digitalen Arbeiten ist es wichtig, festzulegen, wann man arbeitet und wann Freizeit ist. Wann bin ich für mein Ehrenamt erreichbar und aktiv, und wann bin ich Privatperson. Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen, um sich vor einer Überarbeitung zu schützen. Und zuletzt ist der Austausch mit der Organisation ganz wichtig. Wie wird die Kommunikation gehandhabt? Wie stehe ich im Kontakt? Und selbstverständlich: Auch digitales Ehrenamt sollte die Anerkennung erfahren, die es verdient.


Interessiert an einem digitalen Engagement?

Für diese Aufgaben werden momentan fleißige Helfer:innen gesucht. Weitere Informationen zu den Angeboten erhalten Sie von uns.

„Telefonische Vermittler:innen für unsere Corona-Hotline“ (ID: 188762)

„Pflege und Erweiterung des Bildungsportals für junge Flüchtlinge“ (ID: 166422)

„Redaktionelle Mitarbeit am interaktiven Online-Mathebuch“ (ID: 47451)

Nicht das passende dabei? Natürlich sind wir Ihnen auch bei der Suche nach einem digitalen Engagement behilflich. Rufen Sie uns gerne an.